Vereinschronik
1990
Bei unserer Damensitzung geht es wieder hoch her. Ein besonderer Hingucker ist die neu formierte Exerziergruppe unserer Herrengarde, die erstmals von Livemusik unseres Musikzuges begleitet wird. Kommandant Gerhard Lenz ist sichtlich stolz auf seine Mannschaft.
Auch bei den Damen gibt es Bewegung: Die Damentanzgruppe stellt sich neu auf und startet mit frischer Energie in die Zukunft.
Unser Tanzturnier entwickelt sich weiter und wird erstmals als offene Rhein-Sieg-Kreismeisterschaft ausgetragen. Die Resonanz ist überwältigend – die zahlreichen Meldungen bestätigen eindrucksvoll den Stellenwert unserer Veranstaltung.
Bei der Jahreshauptversammlung wird Fred Bollig zum Festausschussvorsitzenden gewählt. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für ein ereignisreiches Jubiläumsjahr auf Hochtouren.
Ein ganz besonderer Meilenstein folgt am 11. August: Nach intensiver Arbeit können wir unser Clubhaus offiziell vorstellen und einsegnen. Die geladenen Gäste zeigen sich beeindruckt und voll des Lobes über das neue Zuhause von Blau-Gold.
Auch verdiente Mitglieder werden ausgezeichnet: Gründungsvater Jupp Nawrath erhält die RKK-Verdienstmedaille in Gold, Heinz Herzig, der sich als Chefsammler der Kirmestombola verdient gemacht hat, wird mit der RKK-Verdienstmedaille in Silber geehrt.
Unser Musikzug ist ebenfalls unterwegs: In Traben-Trarbach nehmen wir am Treffen der RKK-Musikzüge teil. Und natürlich darf auch der inzwischen traditionelle gemeinsame Workshop in der Eifel nicht fehlen.
Ein vorgezogenes Tanzturnier im November bildet den gelungenen Abschluss eines ereignisreichen Jahres. Gute Stimmung und eine starke Kameradschaft prägen die Veranstaltung.
1991
Das Jubiläumsjahr beginnt am 6. Januar mit einem Neujahrsempfang und der Vorstellung unseres neuen Vereins-Emblems.
Mit Josef II. (Breuer) und Ulrike I. (Schorr) stellt unser Musikzug das Jubiläumsprinzenpaar. Als Kernstadtprinzenpaar erleben die beiden eine ganz besondere Session. Adjutant ist Heinz Udelhofen.
Doch das Jahr nimmt eine unerwartete Wendung: Der Golfkrieg überschattet die Session. Viele schöne Erlebnisse bleiben dem Prinzenpaar dadurch leider verwehrt – darunter auch der traditionelle Karnevalszug.
Für eine Überraschung bei der Damensitzung sorgt Nadine Lenz: Heimlich einstudiert, feiert sie ihr Debüt als Solo-Tanzmariechen. Die Überraschung gelingt – und die Damen feiern ihren Auftritt mit einer einmaligen Stimmung.
Das Jahr steht ganz im Zeichen unseres 25-jährigen Vereinsjubiläums. Im Mai folgen gleich mehrere große Veranstaltungen: ein Festzug, die RKK-Tagung und als besonderer Höhepunkt ein Rheinischer Abend mit den Höhnern. Für das umfangreiche Jubiläumsprogramm wird eigens ein großes Festzelt errichtet.
Zum Jubiläum wird außerdem erstmals ein neuer Orden für 25-jährige Mitgliedschaft verliehen.
Eine besondere Ehre erhält Dr. Hans Schellenberger, der erste Bürger unserer Stadt: Er wird zum Ehrensenator von Blau-Gold ernannt.
1992
Das Jahr wird vor allem durch Herausforderungen rund um unseren Musikzug geprägt. Kurzzeitig steht sogar die Auflösung im Raum.
Doch Blau-Gold hält zusammen: Die Musiker raufen sich zusammen und setzen ihre gemeinsame Arbeit fort. Unterstützt von zahlreichen Mitgliedern unserer Garde geht es zum Musiktag nach Hoensbroek in den Niederlanden.
Auch beim RKK-Tag in Bad Breisig im Juli ist Blau-Gold vertreten und zeigt einmal mehr Präsenz über die Grenzen Rheinbachs hinaus.
1993
Mit Bruno Redling übernimmt ein neuer Musikzugleiter Verantwortung und legt den Grundstein für eine musikalische Entwicklung, die den Musikzug nachhaltig prägen wird.
Auch bei unseren jüngsten Mitgliedern kommt der Spaß nicht zu kurz: Die Kindertanzgarde verbringt gemeinsam mit ihrer Betreuerin Helga Simons einen geselligen Kegelabend.
Das Kirmesfestzelt und unsere Damensitzung sind gut besucht und sorgen für beste Stimmung. Und auch das Tanzturnier bleibt eine Erfolgsgeschichte.
1994
Bei den Vorstandswahlen gibt es wichtige Veränderungen: Rudi Reif gibt sein Amt als Schatzmeister ab und übernimmt die Geschäftsführung. Martin Schmitz wird neuer Kommandant.
Für seine Verdienste um das karnevalistische Brauchtum wird Karl-Heinz Joisten zum Ehrensenator ernannt.
Auch das Vereinsleben kommt nicht zu kurz: Die Frauen unternehmen eine Fahrt zum Musical Starlight Express nach Bochum. Die Männer zieht es für zwei Tage an die Mosel.
Ein besonderes Zeichen für soziales Engagement setzt unser Musikzug an Weibertag. Musikalisch ziehen die Musiker durch die Stadt und besuchen Altenheime, das Krankenhaus und verschiedene Geschäfte. Die Resonanz der Bevölkerung ist so positiv, dass diese schöne Tradition bis heute fortgeführt wird.
Auch tänzerisch geht es weiter: Unsere gemischte Tanzgarde präsentiert erstmals neben dem klassischen Gardetanz einen Showtanz – und begeistert damit das Publikum. Die Resonanz ist schlicht: Spitze!
1995
Dank der Vermittlung unseres Mitglieds Dieter Barth gelingt ein besonderer Coup: Zu den tollen Tagen kommen die Wyberg-Schränzer aus Aarau nach Rheinbach.
Gemeinsame Auftritte sorgen für ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis. Die ungewohnte, kraftvolle Musik begeistert die Rheinbacher Bevölkerung und findet viel Anerkennung. Auch in den folgenden Jahren werden die Wyberg-Schränzer Blau-Gold während der Karnevalstage begleiten.
Bei unserer Tanzgarde beginnt gleichzeitig ein neues Kapitel: Die gemischte Tanzgarde löst sich aus Altersgründen auf. Der Neuaufbau einer reinen Damentanzgruppe startet.
Unsere Damensitzung ist bis auf den letzten Platz ausverkauft – ein eindrucksvoller Beleg für ihre große Beliebtheit.
Jörg Maslo übernimmt die Bewirtung unseres Vereinsheims und wird damit zum neuen Vereinswirt.
1996
In diesem Jahr muss unser Tanzturnier leider ausfallen, da nicht genügend Meldungen eingehen.
Im Juni geht es für Blau-Gold in die Schweiz: Wir besuchen die Wyberg-Schränzer, die ihr Jubiläum feiern. Ein schönes Wiedersehen mit unseren musikalischen Freunden.
Im Juli müssen wir jedoch gleich zweimal Abschied nehmen: Die Gründungsmitglieder Fred Bollig und Jupp Nawrath versterben kurz nacheinander. Der Verein trauert um zwei Menschen, die Blau-Gold von Anfang an geprägt und mit aufgebaut haben.
Michael Firmenich wird zum Ehrensenator unseres Vereins ernannt.
1997
Die 20. Damensitzung findet erstmals an einem Samstag statt und ist dadurch leider weniger gut besucht als gewohnt. Rudi Reif übernimmt die Nachfolge von Jupp Nawrath als Literat der Sitzung.
Für eine besondere Premiere sorgt Christine Klünker: Sie wird zum RKK-Funkenmariechen gewählt und ist damit die erste Tänzerin aus Nordrhein-Westfalen, der diese besondere Ehre zuteilwird.
Auch unser Tanzturnier bekommt einen neuen Auftakt: Erstmals findet am Vorabend ein Männerballettfestival statt. Unter dem vielsagenden Namen „Grazie pur“ begeistert die Veranstaltung nicht nur die Frauen im Publikum.
Beim Neujahrsempfang wird Ernst F. Mosdzien zum Ehrensenator ernannt.
Auf Initiative von Hans Neffgen veranstaltet Blau-Gold am Karnevalssonntag erstmals einen Maskenball im Vereinsheim. Die Veranstaltung entwickelt sich zu einer festen Tradition und gehört bis heute zum Vereinsleben.
1998
Am Kirmessonntag richtet Blau-Gold erneut ein großes Musikfest im Festzelt aus. Vor dem eigentlichen Fest sorgt ein gemeinsamer Umzug aller teilnehmenden Vereine durch die Stadt für einen stimmungsvollen Auftakt.
Auch unser Vereinsheim öffnet seine Türen: Das traditionelle Grillfest im August wird mit einem Tag der offenen Tür verbunden. Bürgerinnen und Bürger können Blau-Gold kennenlernen, sich über unsere Gruppen informieren und einen Blick hinter die Kulissen des Vereins werfen.
Für Unterhaltung sorgen unter anderem unser neues Tanzpaar Jenny Alvarez und Holger Blumenthal mit einer eindrucksvollen Tanzeinlage.
1999
Ein ganz besonderes Jahr für Blau-Gold: Unser Kommandant Martin Schmitz regiert als Martin I. gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria I. das Rheinbacher Narrenvolk.
Als Adjutanten stehen ihm Heinz Udelhofen und Hans-Jörg Nawrath zur Seite. Maria I. wird gleich von drei Adjutantinnen begleitet: Brigitte Udelhofen, Brigitte Albert und Brigitte Herbertz. Drei Mal Brigitte sorgen dabei zwangsläufig für die eine oder andere Verwechslung – und natürlich für jede Menge Heiterkeit.
Auch tänzerisch sorgt Blau-Gold für Furore: Unser Tanzpaar erreicht das Finale der Deutschen Meisterschaft in Hof. Unter dem begeisterten Jubel der mitgereisten Schlachtenbummler ertanzen sich die beiden einen hervorragenden 12. Platz – ein großartiger Erfolg für unseren Verein.
Zum Jahresende wird eine wichtige Entscheidung für die Zukunft getroffen: Auf der Jahreshauptversammlung beschließt der Verein, eine Jugendvertretung ins Leben zu rufen. Die Vertreter erhalten volles Stimmrecht bei den Vorstandsversammlungen.
Damit setzt Blau-Gold ein klares Zeichen: Die Jugend ist nicht nur unser Nachwuchs, sondern ein wichtiger Teil unserer Vereinszukunft.














































