Vereinschronik
1980
Bei der Damensitzung strapazierte „Der Spatz von Bickendorf“ – zwei Zentner schwer – die Lachmuskeln der Besucherinnen und sorgte für großen Spaß.
Der NCR stellte in dieser Session den ersten Kinderprinzen des Vereins: Arndt I. (Roehder-Udelhofen) regierte zusammen mit der Kinderprinzessin Petra II. (Ölke) von den Stadtsoldaten über Rheinbachs Mininarren.
Gemeinsam mit der Jugendtanzgruppe und vielen Aktiven gratulierte der Verein der ältesten Bürgerin Rheinbachs, Frau Luci Bengner, zu ihrem 101. Geburtstag. Große Freude bereitete ihr der Tanz der Gruppe. In einem Leserbrief schrieb Ilse Gerhards: „Wäre Karneval nicht vorbei, hätten die fleißigen Handarbeiterinnen einen Orden verdient!“ Wochenlang hatten die Frauen Püppchen, Tiere, Bälle und weitere kleine Geschenke aus Wolle und Stoff gefertigt, die sie im Zug an die Kleinen verteilten. Auch heute noch verteilen einige Damen diese liebevoll gefertigten Geschenke – wenn auch nicht mehr in so großem Umfang.
Die Tanzgarde nahm an einem Tanzturnier in Hagen teil und belegte den 7. Platz in ihrer Gruppe.
Rheinbachs Karnevalisten rückten enger zusammen: Die Kernstadt und die eingemeindeten Dörfer stimmten ihre Veranstaltungstermine ab und besprachen ihre Anliegen im Turm. Am 11.11.1980 wurde der Hobby-Fotograf Ulli Speidel zum Ehrensenator von Blau-Gold ernannt. Seit Jahren sorgt er dafür, dass Rheinbachs Karnevalisten stets ins rechte Bild gerückt werden.
1981
Ein besonderer Moment für Blau-Gold: Jörg I. (Neffgen) und Stefanie I. (Nawrath) von der GroRheiKa regieren als neues Rheinbacher Kinderprinzenpaar über die kleinen Jecken.
Am 24. Januar 1981 feiern wir unser 15-jähriges Bestehen – und machen uns selbst das passende Geburtstagsgeschenk: eine neue Gardeuniform. Mit der Neuausrichtung als Musketier-Garde setzt Blau-Gold ein deutliches Zeichen für die Zukunft und möchte noch aktiver am Rheinbacher Karnevalstreiben teilnehmen.
Passend dazu erhält der Verein eine neue Standarte. Sie ist eine Spende der Rheinbacher Gewerbetreibenden und wird durch Ehrensenator Jakob Berg feierlich an den Verein übergeben.
Die neue Formation orientiert sich an den Musketieren des 17. Jahrhunderts. Dabei steht von Anfang an fest: Die Garde soll keine detailgetreue historische Kopie sein, sondern eine eigenständige und karnevalistische Interpretation des historischen Vorbildes. So beschreibt es der damalige Vorsitzende Heinz Udelhofen bei der offiziellen Vorstellung.
Die neue Musketier-Garde präsentiert sich vielseitig und eindrucksvoll: Zur Formation gehören die Standarte, drei Trommler, ein Kindertanzpaar, die Kindergarde, die Jugendtanzgarde, ein Tanzpaar, zwei Marketenderinnen sowie die gemischte Garde.
Die Resonanz ist ausgesprochen positiv. Vereine, Presse und Bevölkerung zollen der neuen Formation viel Lob und Anerkennung. Blau-Gold hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Rheinbacher Karnevals entwickelt.
Auch hinter den Kulissen wird die Zukunft des Vereins gesichert. Die Uniformen bleiben Eigentum von Blau-Gold und werden den Mitgliedern gegen eine jährliche Leihgebühr zur Verfügung gestellt. Um die ambitionierten Pläne und die Anschaffung der neuen Ausstattung zu ermöglichen, übernehmen erneut engagierte Männer und Familien des Vereins Verantwortung und stehen für einen größeren Kredit ein.
Auf der Bühne feiern Claudia Müller und Thomas Kreische ihr Debüt als Kindertanzpaar. Gleichzeitig präsentieren sich Helga und Ludwig Simons erstmals als Tanzpaar der Garde. Beide Paare sorgen mit ihren Auftritten für viel Begeisterung und feiern große Erfolge.
Zum echten Publikumsmagneten wird die neue Garde schließlich beim Veilchendienstagszug. Formation und Uniform kommen hervorragend an und werden mit Szenenapplaus belohnt – ein Moment, der alle Beteiligten mit Stolz erfüllt.
Und auch im persönlichen Kreis gibt es Grund zur Freude: Sibilla und Karl-Heinz Reif geben sich das Jawort – ein weiterer schöner Moment in der lebendigen Geschichte unserer Blau-Gold-Familie.
1982
Und wieder kommt der Rheinbacher Kinderprinz aus den Reihen von Blau-Gold: Oliver I. (Mähler) regiert gemeinsam mit Andrea I. (Hartmann) von der Prinzengarde über die große Kinderschar und sorgt für einen weiteren besonderen Moment in unserer Vereinsgeschichte.
Auch auf der Bühne entwickeln wir uns weiter. Der Schautanz liegt im Trend – und unsere jungen Damen sind mit Begeisterung dabei. Mit ihrer Darbietung bei der Gemeinschaftssitzung sorgen sie für Aufmerksamkeit und ernten viel Anerkennung. Die Presse bringt ihre Begeisterung kurz und treffend auf den Punkt: „Spitze!“
Natürlich gehören auch die gemeinsamen Aktivitäten außerhalb der eigenen Veranstaltungen fest zum Vereinsleben. Zur Damen-Fremdensitzung feiern wir gemeinsam mit den Frauen aus dem „Häuschen“. Auch am Weibertag sind wir mitten im Geschehen und beteiligen uns mit viel Freude am bunten Treiben des Straßenkarnevals.
Währenddessen wächst unsere Musikgruppe Schritt für Schritt weiter. Unter der Leitung von Dieter Barth machen die Musikerinnen und Musiker große Fortschritte – sehr zur Freude ihres musikalischen Leiters und des gesamten Vereins.
Und auch bei den traditionellen Veranstaltungen sind wir inzwischen ein eingespieltes Team: Die Arbeit im Festzelt während der Kirmes ist für Blau-Gold längst zur bewährten Routine geworden und zeigt einmal mehr, wie selbstverständlich Zusammenhalt und gemeinsames Engagement in unserem Verein gelebt werden.
1983
Die Stadthalle Rheinbach wird zum neuen Zuhause unserer Damensitzung. Mit einem abwechslungsreichen Programm und viel karnevalistischer Begeisterung begeistert die Veranstaltung das Publikum.
Besonders der Auftritt der Gesamtgarde findet große Beachtung. Gleichzeitig präsentieren sich Heike Tröger und Jörg Lenau als neues Tanzpaar des Vereins. Gemeinsam mit Oberclown Helmut sorgen unsere Frauen mit ihrem Clowntanz für einen weiteren farbenfrohen und humorvollen Höhepunkt des Programms.
Auch musikalisch setzt Blau-Gold neue Akzente: Am 25. Juni eröffnet Bürgermeister Büttgenbach unser erstes Musikfest im Innenhof der Schule Bachstraße. Ein besonderer Meilenstein für unsere wachsende Musikgruppe und ein weiterer Beweis für die Vielfalt unseres Vereinslebens.
Dass karnevalistisches Engagement und gesellschaftliche Verantwortung bei Blau-Gold eng miteinander verbunden sind, zeigt auch ein Fußballturnier zugunsten der Altenhilfe Rheinbach e.V. Mit einem Reinerlös von 1.001,50 DM kann eine beachtliche Summe für den guten Zweck erzielt werden.
1984
Ein besonderes Jahr für Blau-Gold: Das Kernstadtprinzenpaar Günter I. und Christa I. (Müller) stammt aus den Reihen unseres Corps. An ihrer Seite steht Heinz Udelhofen als Adjutant. Mit inzwischen mehr als 50 Uniformierten entwickelt sich unsere Garde zu einer festen und beeindruckenden Größe im Rheinbacher Karneval.
Auch die Damensitzung sorgt für Begeisterung: In der Stadthalle herrscht beste Stimmung und das Publikum feiert gemeinsam mit unseren Aktiven einen ausgelassenen karnevalistischen Abend.
Ein weiterer besonderer Höhepunkt ist die Ernennung von Rudolf Reif zum Ehrensenator. Als Gründungsmitglied, langjähriger Vorsitzender und Schatzmeister sowie damaliger Geschäftsführer hat er Blau-Gold über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt. Mit der Auszeichnung würdigt der Verein sein außergewöhnliches Engagement und seine großen Verdienste.
Auch beim Karnevalszug überzeugt Blau-Gold auf ganzer Linie. Die Presse bringt es mit einer treffenden Überschrift auf den Punkt: „Ganz groß in Form – das NCR Blau-Gold Rheinbach.“
Unser Musikzug macht inzwischen weit über die Session hinaus auf sich aufmerksam und wird zunehmend zu Veranstaltungen eingeladen. Die musikalische Entwicklung des Vereins nimmt damit weiter Fahrt auf.
Ein besonderes Zeichen des Zusammenhalts setzen die Rheinbacher Karnevalsvereine mit einem gemeinsamen Oktoberfest als Open-Air-Veranstaltung in der Pützstraße. Der Erlös wird dem Zugkomitee zur Unterstützung des Karnevalszuges zur Verfügung gestellt.
Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt sorgen die Musiker der Stadtsoldaten und von Blau-Gold: Erstmals stehen beide Musikzüge gemeinsam auf der Bühne und zeigen, was karnevalistische Gemeinschaft und musikalischer Zusammenhalt in Rheinbach bedeuten.
1985
Die Damensitzung begeistert erneut zahlreiche Frauen und sorgt in der Stadthalle für beste Stimmung und ausgelassenen Karneval.
Auch im Straßenkarneval zeigt Blau-Gold wieder vollen Einsatz: Mit einem Köttzug sammeln wir in Rheinbach-Nord Spenden für die Finanzierung des Veilchendienstagszuges. Dabei präsentieren sich unsere Aktiven in wechselnden Formationen und sorgen entlang des Zugweges für viel Freude und Begeisterung.
Innerhalb des Vereins übernimmt Hans Mertens den Vorsitz und gestaltet gemeinsam mit dem Vorstand die weitere Entwicklung von Blau-Gold.
Für eine besonders amüsante Episode sorgt eine Pressekonferenz im Sommer, bei der unser geschäftsführender Vorstand – im wahrsten Sinne des Wortes – kräftig „versackt“. Eine Geschichte, die sicher noch lange für Gesprächsstoff und Schmunzeln sorgt.
Auch bei der Kirmes ist Blau-Gold wieder aktiv: Das Colonia-Duett tritt im Festzelt auf und sorgt für musikalische Unterhaltung und beste Stimmung.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgt am 2. und 3. November: In der Aula der Hauptschule veranstaltet Blau-Gold erstmals ein Tanzturnier. Was damals als neue Veranstaltung beginnt, entwickelt sich zu einer echten Erfolgsgeschichte und ist bis heute ein fester und erfolgreicher Bestandteil unseres Vereinslebens.
1986
Ein lang gehegter Traum geht für unseren Kommandanten Hans Neffgen und seine Frau Gisela in Erfüllung: Als Prinz Hans VI. und Prinzessin Gisela II. werden sie am 11. Januar feierlich zum Rheinbacher Kernstadtprinzenpaar proklamiert. An ihrer Seite steht Hans Mertens als Adjutant.
Auch beim Prinzenball gibt es besondere Ehrungen: Heinz Nolden, Kommandant des Stadtsoldatencorps, und Landsturmmann Willi Schneider werden für ihre Verdienste zu Ehrensenatoren von Blau-Gold ernannt.
Ein weiteres Wiedersehen sorgt bei der Damensitzung für Freude: Altkarnevalist Jupp Nawrath kehrt nach längerer Pause ans Mikrofon zurück und begeistert das Publikum erneut mit seinem Auftritt.
Zur Kirmes wird zudem eine alte Tradition wiederbelebt. Der Spielmannszug Rheinbach hängt den Kirmespaias im Festzelt auf. Im Laufe der Jahre entwickelt sich daraus ein fester Bestandteil des Kirmesgeschehens: Nach der offiziellen Eröffnung und dem Fassanstich wird der Paias von Blau-Gold ins Festzelt getragen. Am Dienstag findet die Tradition schließlich ihren spektakulären Abschluss, wenn der Paias unter großem Gezeter auf dem Parkplatz am Münstergäßchen verbrannt wird.
Auch über Rheinbach hinaus übernimmt Blau-Gold Verantwortung für das karnevalistische Brauchtum: Brigitte Udelhofen wird in den Beirat des Regionalverbands Karnevalistischer Korporationen (RKK) Rhein-Mosel-Lahn e.V. mit Sitz in Koblenz gewählt. In dieser Funktion betreut sie die Karnevalisten im linksrheinischen Teil Nordrhein-Westfalens und engagiert sich damit weit über die Grenzen Rheinbachs hinaus für das karnevalistische Brauchtum.
1987
Gleich zu Beginn des Jahres erhalten wir eine besondere Anerkennung: Landrat Dr. Franz Möller würdigt die erfolgreiche Durchführung unseres Tanzturniers und spricht Blau-Gold Lob und Anerkennung aus.
Auch die Vereinsgeschichte und die Menschen, die sie geprägt haben, stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt. In der Schützenhalle treffen sich ehemalige Aktive, unsere Gründungsmitglieder und Mitglieder der ersten NCR-Jahre. Ein Wiedersehen voller Erinnerungen, gemeinsamer Geschichten und gelebter Verbundenheit.
Ein weiterer Höhepunkt der Session: Unser Vorsitzender Hans Mertens regiert gemeinsam mit seiner Frau als Hans VII. und May I. über Rheinbach. Unterstützt wird das Kernstadtprinzenpaar von Adjutant Helmut Ganß.
Bei der Damensitzung sorgen die „Schneeflöckchen“, ein Männerballett aus Bad Godesberg, für Begeisterung und werden schnell zu den Publikumslieblingen des Abends.
Anlässlich seines 60. Geburtstages erhält Rudolf Reif eine besondere Auszeichnung für sein langjähriges karnevalistisches Engagement: Die RKK-Verdienstmedaille in Gold.
Die kurze Session des Jahres 1988 stellt uns organisatorisch vor eine besondere Herausforderung. Deshalb findet das Tanzturnier 1988 bereits im Dezember 1987 statt. Mit mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an zwei Tagen feiern wir unseren bis dahin größten Turniererfolg – ein eindrucksvoller Beweis für die stetig wachsende Bedeutung dieser Veranstaltung.
1988
Von einem „Vorweiberfastnachtssturm“ berichtet die Presse im Zusammenhang mit unserer Damensitzung – ein klares Zeichen für die ausgelassene Stimmung und die große Begeisterung des Publikums.
Natürlich ist Blau-Gold auch im Veilchendienstagszug wieder mit dabei und bringt Farbe, Musik und karnevalistische Lebensfreude auf Rheinbachs Straßen.
Innerhalb des Vereins übernimmt Jupp Nawrath den Vorsitz. Gleichzeitig werden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt: Die Bemühungen um eigene Clubräume werden intensiviert und eine Geschäftsordnung verabschiedet.
Auch unsere Musikerinnen und Musiker stehen im Mittelpunkt des Vereinslebens. Gemeinsam verbringen sie ein fröhliches Wochenende in der Eifel und stärken dabei nicht nur ihr musikalisches Zusammenspiel, sondern auch die Gemeinschaft.
Ein weiteres Highlight ist das Musikfest zur Kirmes im Festzelt, das auf große Resonanz stößt und sich zu einem vollen Erfolg entwickelt.
Für einen besonderen Moment sorgt der Besuch von Alfred Biolek am Kirmessamstag. Im Rahmen der Siegerehrung der Behindertensportgruppe beim Rheinbacher Kirmeslauf ist er im Festzelt zu Gast – und lässt es sich nicht nehmen, sich gemeinsam mit der „Thekenmannschaft“ von Blau-Gold ablichten zu lassen.
1989
Ein weiterer besonderer Moment unserer Damensitzung: Kerstin Klier wird in den Kreis der Ehrensenatoren aufgenommen. Gleichzeitig beginnt für die Veranstaltung ein neues Kapitel, denn die Damensitzung zieht in die Aula der Hauptschule um.
Auch personell werden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Heinz Udelhofen wird zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Am 30. Mai folgt ein entscheidender Meilenstein in der Vereinsgeschichte: Die Stadt Rheinbach und die Mieter Blau-Gold/VFCP unterzeichnen den Vertrag für das Haus in der Mozartstraße 10c. Damit rückt der Traum von eigenen Vereinsräumen ein großes Stück näher. Gleichzeitig beginnt ein arbeitsreiches Jahr, denn aus dem neuen Zuhause soll mit viel Engagement und gemeinsamer Arbeit ein echtes Vereinszentrum entstehen.
Am 1. September führt uns ein besonderer Ausflug nach Zell an der Mosel. Dort nimmt Blau-Gold am großen Gardetreffen des RKK teil. Trotz eines erlebnisreichen und schönen Tages fordert der lange Festzug allen Beteiligten einiges ab. Besonders unsere Musiker leisten bei sommerlichen Temperaturen Schwerstarbeit – und sorgen dennoch mit vollem Einsatz für die passende musikalische Begleitung.
Auch auf Verbandsebene sind Mitglieder von Blau-Gold weiterhin engagiert. B. Udelhofen wird als Protokollerin in das geschäftsführende Präsidium des RKK gewählt. Ihre Nachfolge als Bezirksvorsitzende für den Bereich NRW – linksrheinisch – tritt Cilli Rauth an.
Eine besondere Auszeichnung erhält zudem Gründungsmitglied Fred Bollig: Für seine Verdienste wird ihm die RKK-Verdienstmedaille in Gold verliehen – eine würdige Anerkennung für sein langjähriges Engagement für den Karneval und unseren Verein.





















